Inhaltsangabe
der Oper
CAVALLERIA RUSTICANA
von
Pietro Mascagni
Der
junge Bauer Turiddu singt am Ostermorgen zu Ehren
der schönen, leichtfertigen Lola, die er liebt,
eine »Sicillana«, obwohl die junge Frau mit dem
Fuhrmann Alfio verheiratet ist. Turiddu, der mit
Lola, bevor er seinen Militärdienst ableisten
musste, verlobt war, fand sie bei seiner Rückkehr
verheiratet vor und tröstete sich bei der junge
Santuzza, der er die Ehe versprach. Bald brach
die alte Liebe zwischen Turiddu und Lola wieder
durch, weil Alfio oft nicht zu Hause war. Die
beleidigte Santuzza, wütend und eifersüchtig,
sucht Mamma Lucia, die gerade in die Ostermesse
gehen will, auf und will ihr alles erzählen. Beide
werden durch Alfios Ankunft unterbrochen; ängstlich
gibt Santuzza Lucia ein Zeichen, zu schweigen.
Alfio bestätigt, am Morgen Turiddu in der Nähe
seines Hauses gesehen zu haben, obwohl dieser
angeblich in Francofonte Wein holen sollte. Alfio
geht mit den Leuten, die sich um ihn gesammelt
haben, in die Kirche, während Lucia die Wahrheit
über ihren Sohn erfährt. Entsetzt geht sie in
die Messe, um für Santuzza, die Turiddu zu einer
Aussprache erwarten will, zu beten.
Kurz
darauf stürmt Turiddu herein; er sucht seine Mutter.
Santuzza bezichtigt ihn der Treulosigkeit; gereizt
antwortet Turiddu und leugnet, Lola zu lieben.
Die Auseinandersetzung wird durch Lola unterbrochen,
die auf dem Weg zur Kirche vorbeikommt und Santuzzas
Anspielungen spöttisch begegnet. Vergeblich beschwört
Santuzza Turiddu, zu ihr zurückzukehren. Wütend
schleudert er sie zu Boden, um Lola nachzueilen.
Die junge Bäuerin verflucht ihren Geliebten, ihre
Liebe schlägt in Hass um. In dieser Stimmung findet
sie Alfio, dem sie weinend alles enthüllt. Kaum
hat sie ausgesprochen, als ihr bewusst wird, was
sie angerichtet hat: Alfio ist ausser sich vor
Wut und schwört Rache. Nach der Messe strömen
die Leute ins Freie. Turiddu lädt alle zu einem
Umtrunk ein. Er will auch Alflio ein Glas Wein
anbieten, doch dieser lehnt schroff ab. Turiddu
wird klar, dass Alfio alles weiss; er umarmt seinen
Gegner und beisst ihn ins rechte Ohr, was nach
sizilianischer Sitte einen Zweikampf mit dem Messer
auf Leben und Tod bedeutet. Turiddu nimmt Abschied
von seiner Mutter und bittet sie, für Santuzza
zu sorgen, falls er nicht zurückkehre, dann stürzt
er, ehe sie recht begreift, davon. Die Dorfbewohner
strömen aufgeregt zusammen. Eine Frau kündet mit
schriller Stimme Turiddus Tod. Lucia und Santuzza
stürzen ohnmächtig zu Boden.
Inhaltsangabe
der Oper
I PAGLIACCI
von
Ruggero Leoncavallo
Erster
Akt
Mit
seiner Commedia dell'arte-Truppe zieht Canio ins
Dorf und lädt die jubelnde Menge zur Abendvorstellung
ein. Als die Komödianten ins Wirtshaus eingeladen
werden, entschuldigt sich Tonio, er muss noch
den Esel versorgen. Die Neckereien der Bauern,
er wolle wohl mit der hübschen Nedda allein
bleiben, lösen bei deren eifersüchtigen
Mann Canio einen Wutausbruch aus und er verkündet,
anders als auf der Bühne würde er im
echten Leben Untreue mit dem Tode rächen.
Von
diesen Worten tief beunruhigt bleibt Nedda, deren
Gewissen gar nicht rein ist, zurück und besingt
neidisch die Freiheit der Vögel. Tonio nähert
sich und macht ihr Avancen, die sie spottend zurückweist.
Nachdem sie ihn mit einer Peitsche in die Flucht
geschlagen hat, tritt Neddas Geliebter Silvio
auf, der sie überreden will, mit ihm in der
Nacht zu fliehen. Tonio hat die beiden beobachtet
und alarmiert Canio, der aber zu spät kommt
und Nedda allein vorfindet. Mit dem Messer drohend,
verlangt er von ihr den Namen des Geliebten, doch
Beppo kommt dazwischen.
Die
Schauspieler gehen sich nun umziehen und der betrogenen
Canio, der hofft, sein Nebenbuhler könnte
bei der Vorstellung auftauchen, singt eine verzweifelte
Arie ("Ridi, pagliaccio / Lache, Bajazzo")
Zweiter
Akt
Vor
der Vorstellung sammelt Nedda das Eintrittsgeld
und warnt dabei heimlich den tatsächlich
anwesenden Silvio vor Canios Zorn.
Die
Aufführung beginnt: Von ihrem Mann "Bajazzo"
(Canio) alleingelassen, wartet "Colombina"
(Nedda) auf ihren Geliebten "Harlekin"
(Beppo), doch "Taddeo" (Tonio) platzt
hinein und will sich ihr nähern. "Harlekin"
verjagt ihn und die beiden Liebenden setzen sich
zum Essen. Da kommt "Bajazzo" nach Hause,
und als Nedda dem fliehenden "Harlekin"
die gleichen Abschiedsworte nachruft wie am Nachmittag
ihrem Silvio, verliert Canio/Bajazzo die Contenance:
Indem er Spiel und Ernst zu vermischen beginnt,
fragt er Nedda erneut nach dem Namen seines Nebenbuhlers.
Die Zuschauer sind hingerissen von dieser Intensität
und applaudieren dem so real wirkenden "Spiel".
Erst als Canio der fliehenden Nedda ein Messer
in den Rücken sticht und ihr letzter Seufzer
"Silvio!" erklingt, erkennt das Publikum
den Ernst der Lage, doch zu spät: Auch der
Geliebte wird vom rasenden Ehemann erstochen,
der sich danach freiwillig festnehmen lässt
und das Publikum mit den Worten "La commedia
e finita / Die Komödie ist aus" nach
Hause schickt.
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